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Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

Gasteditorial Gastbeitrag Europa wollen – seine Probleme erkennen – für seine Verwirklichung handeln vor ein paar Tagen wurde die Stiftung Filippas Engel der Fürstenfamilie Sayn- Wittgenstein-Sayn mit dem Diplôme d’Honneur der Stiftung Mérite Européen für ihr herausragendes zivilgesellschaftliche 8 Engagement für Europa ausgezeichnet. Vor 50 Jahren wurde die Luxemburger Stiftung Mérite Européen durch Francois Visine, einem leitenden französischen NATO -Beamten, gegründet, der seiner Vision „Europa muss eine real existierende Gemeinschaft, eine humanistische und offene Gemeinschaft bilden“ einen konkreten Handlungsrahmen gab. Es werden durch Mérite Européen insbesondere Bürger und Institutionen geehrt, die sich in außer- ordentlicher Weise ehrenamtlich und uneigennützig für das Zusammen- wachsen der Völker Europas einsetzen. Es ist äußerst erfreulich, dass der Hardt- höhenkurier das Thema Europa zum Aufmacher der letzten Ausgabe gemacht und unter anderem auf die Bewegung „Pulse of Europe“ hingewiesen hat. Jetzt ist der Zeitpunkt, aktiv zu werden! Mein eigener Blick auf Europa hat verschiedene Facetten: Als Unternehmer Erfolgreiche unternehmerische Tätigkeit, gerade über Grenzen hinweg, kann auf Dauer nur erfolgreich sein, wenn ein für alle Partner gemeinsames Wertesystem gelebt wird. Die Kritiker Europas sollten sich nicht dazu hinreißen lassen, etwa die Europäische Union (mit ihren für Unternehmen zum Teil zugegebenermaßen spürbaren bürokratischen Auswüchsen) mit Europa zu verwechseln! Wirtschaftliche Aktivitäten profitieren von einem gemeinsamen Europa. Wichtig ist, trotz Herausforderungen wie unterschiedliche Sprachen und Mentalitäten, die Zusammenarbeit auszubauen, um den weltweit größten Markt zu nutzen und in der Weltwirtschaft zu bestehen zu können! Als Reserveoffizier Vor dem Hintergrund der heutigen Lage in und um Europa ist auch dieses Zitat Visines hochaktuell: „Frieden wäre leichter möglich, wenn man die Menschheit dazu bewegen könnte, unterschiedliche Ideen, Sprachen, Zivilisationen, ethische Grundsätze und Religionen zu achten.“ Das ist die Grundlage, auf der wir in der längsten Friedenszeit in unserer Region leben durften. Nicht erst seit den Veränderungen der allgemeinen Sicher- heitslage und den absehbaren Verlagerungen des Engagements der USAmerikaner müssen die Europäer ihren Gestaltungswillen hinsichtlich eigener Verteidigungs- und Sicherheitsarchitek- turen verstärkt und beschleunigt um- setzen. Diese Veränderungen haben unmittelbare Auswirkungen auf die Bundeswehr und ihrer Mitarbeiter/- innen – als Aktive und in der Reserve. Dabei sind Sprachkenntnisse und der Austausch mit anderen europäischen Staaten ein Schlüssel zum Erfolg! Als überzeugter Europäer Fraglos sind die positiven Entwicklungen eines gemeinsamen Europas im privaten Umfeld am ehesten sichtbar. Aus Städtepartnerschaften, die das Zu- sammenwachsen der Völker beschleunig- ten und das gegenseitige Verständnis erhöhten, ist bei den meisten jungen Menschen eine Selbstverständlichkeit für Europa erwachsen. Sie beherrschen Sprachen und reisen quer durch Europa (meist ohne Passkontrollen und mit einer Währung). Menschen, nicht Gesetze und Verordnungen, bringen Völker und Länder zusammen. Wegen der o.g. Aspekte unterstützen wir als Gründer und Präsidium des Mérite Européen Freundes- und Förderkreises Deutschland mit unseren Aktivitäten die Idee eines Lebens in Frieden und Freiheit in Europa. Unser Motto lautet: Europa wollen – seine Probleme erkennen – für seine Verwirklichung handeln! Helfen auch Sie mit und werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten aktiv: in Ihren Unternehmen und Behörden, in der Bundeswehr (ob als aktiver Sol- dat/-in, als ziviler Mitarbeiter/-in oder in der Reserve) oder als Privatperson in Vereinen, Verbänden, Bewegungen oder bei Demonstrationen für Europa. Wenn nicht jetzt, wann dann? Mit besten Grüßen aus Vallendar am Rhein Ihr Adolf T. Schneider SCHNEIDER + PARTNER HHK 3/2017 Liebe Leserinnen und Leser, © M. Brand, Focus Fotostudio/Vallendar


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