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Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

Spielerisches Aktionsprogramm zu ernstem Thema Streitkräftebasis gemein. Die Teilnehmenden sollen lernen, die politischen und gesellschaftlichen Begründungen besser zu verstehen und zu vermitteln. Zugleich wird dadurch Handlungssicherheit geschaffen. Das Aktionsprogramm „Legitimation von Einsätzen“ wird mit jährlich rund 200 Veranstaltungen bis Ende 2018 deutschlandweit durchgeführt. Fragen zu Diskussionen an. Die Spiele selbst haben dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist dagegen die Aus- einandersetzung mit den Themen in den Gruppen. Kreativ und handlungsfähig Der Nachmittag lässt die Teilnehmenden Situationen und Fragestellungen selbst erleben. In verschiedenen Teamaufgaben werden die Gruppen mit überraschenden Situationen konfrontiert, wobei sie sich rasch über ihre eigene Perspektive klarwerden und sie bei Bedarf auch wechseln müssen. So zum Beispiel als leitendes Gremium eines großen, mittelständischen Unternehmens, das Ziel eines „Cyberangriffs“ geworden ist und nun Strategien zur Gefahrenabwehr entwickeln soll. Hintergrund dazu ist die Frage, ob und wie wichtig der Einfluss wirtschaft- licher Aspekte (z. B. freier Handel, Rohstoffversorgung, Freiheit der Handelswege) für Deutschlands Sicherheit ist. Es gibt dabei kein „richtig“ oder „falsch“: Das Ziel soll nicht sein, eine richtige Lösung zu finden, son- dern kreativ selbst Antworten zu ent- wickeln. Nach und nach finden die Teilnehmenden immer mehr Argumente, die sich aufeinander beziehen können und zur Grundlage einer lebhaften Debatte werden. Dadurch sollen Analyse- und Handlungsfähigkeit verbessert werden. Die Gestaltung eines Seminarraumes im ZInFü. © ZInFü / Ricarda Schönbrodt Verstehen und weitergeben Entscheidend ist an diesem Tag nicht, welches Team am meisten Punkte gewinnt. Vielmehr dienen die Inhalte von „Legitimation von Einsätzen“ der Wissenserweiterung und der Vorbereitung auf komplexe Aufträge. Dabei bereitet das Seminar nicht auf einen speziellen Einsatz vor, sondern fördert das Verständnis für Auslandseinsätze all- Förderkreis Deutsches Heer e.V. (FKH) Der Förderkreis Deutsches Heer e.V. (FKH) wurde im Oktober 1995 in Bonn gegründet und bietet all denjenigen ein Forum für Kommunikation, Argumentation und Interessenausgleich, die sich umfassend und aktiv der Bundeswehr und hier vor allem dem Deutschen Heer verpflichtet fühlen. In diesem Verständnis will der Förderkreis alle Kräfte aus Politik, Gesellschaft und Öffentlichkeit, Armee, Wirtschaft, Beschaffung sowie Forschung und Lehre zusammenführen, die sich in besonderer Verantwortung für die bei allen multinationalen und streitkräftegemeinsamen Einsätzen im Schwerpunkt stehenden Landstreitkräfte sehen. Der FKH fördert gemeinschaftliche Interessen der Mitglieder gegenüber Staat und Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft sowie deren Vertretung gegenüber natio- nalen und internationalen Organisationen und Stellen. Dies schließt das gemein- same Bemühen um eine leistungsfähige nationale Industriebasis für die Ausrüstung des deutschen Heeres und der deutschen Landstreitkräfte insgesamt mit ein. Der Vorstand besteht aus einem Präsidenten und zwei Vizepräsidenten. Das Präsi- dium besteht aus mindestens 12 und höchstens 15 von der Mitgliederversammlung gewählten Mitgliedern. Das Präsidium kann darüber hinaus bis zur gleichen Anzahl der gewählten Mitglieder weitere Mitglieder kooptieren. Der Förderkreis Deutsches Heer e.V. zählt zu seinen Mitgliedern zahlreiche Bundestagsabgeordnete sowie viele hochrangige Heeresoffiziere in führenden Positionen im In- und Ausland. Fast alle wichtigen Unternehmen, die im Bereich der Wehrtechnik tätig sind, unterstützen die Arbeit des Vereins als fördernde Mitglieder. Zu den Mitgliedern zählen darüber hinaus hohe Repräsentanten aus unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen sowie ehemalige Angehörige und Reservisten der Bundeswehr. Kontakte: Büro Bonn: Adenauerallee 15, 53111 Bonn Büro Berlin: Unter den Linden 21, 10117 Berlin E-Mail: fkhev@t-online.de, Internet:www.fkhev.de


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