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Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

31. AFCEA-Fachausstellung – Hotel Maritim Bonn Schwerpunkt dass die BWI nicht nur Serviceleistungen erbringt, sondern sich nunmehr für Qua- lität und Zukunftsfähigkeit der IT im Grundsatz mitverantwortlich sieht. Die Entwicklung für die BWI ist klar skizziert: sie soll das IT-Systemhaus der Bundeswehr werden und eine größere Bandbreite an Leistungen für die Bundeswehr erbringen. Bereits heute betreibt die BWI für die Bundeswehr mehr als 140.000 Arbeitsplatzcomputer im nichtmilitärischen Bereich. Zur Steigerung der Effizienz der Bundeswehr-IT scheint auch die Übertragung des Asset- und Lizenzmanagements für die Computer im Einsatz eine sinnvolle Möglichkeit. Die BWI wird aber nicht nur als IT-System- haus für die Bundeswehr agieren, sondern als IT -Dienstleistungszentrum des Bundes auch anderen Ressorts IT-Services anbieten und bei der IT-Konsolidierung des Bundes als einer von zwei IT-Dienstleistern fungieren. Wie schon eingangs erwähnt, sieht sich die BWI als Innovationstreiber und möchte diese Rolle künftig sowohl für die Bundeswehr als auch auf Bundesebene übernehmen. Im IT-Bereich sind Innovationen unerlässlich, denn nur so kann man der Digitalisierung begegnen und die immer kürzeren Innovations- zyklen sinnvoll mitgestalten. Die Lösun- gen im IT-Bereich liegen dabei nach Aus- sagen der BWI zunehmend mehr in den Prozessen und nicht nur auf technologi- scher Ebene. Wer hier die Rolle des Vor- reiters übernehmen will, muss selbst inno- vativer denken und damit die eigene Kompetenz herausstellen. Die BWI rekla- miert für sich diesen Anspruch und strebt hierbei eine aktive Rolle an. 61 Fotos © BWI Im Ergebnis verfügt die Bundeswehr heute über eines der größten, stabilsten und leistungsfähigsten Weitverkehrsnetze in Deutschland. Dazu gehört auch die Integration der Telekommunikation der Bundeswehr in das Weitverkehrsnetz mittels eines Next Generation Network (NGN), das auf dem Voice over Internet Protocol (VoIP) basiert und die gleichzeitige Übertragung aller Arten von Daten über das Transportnetz ermöglicht. Als zweites tragendes Element eines mo- dernen IT-Systems ist die zuverlässige und sichere Datenverarbeitung und -speiche- rung von großer Bedeutung. Bei der Bundeswehr decken drei Rechenzentren den Bedarf an Rechenleistung und zentralem Speichervolumen für die Datenverarbeitung ab. Die Standorte in Köln/ Bonn, Wilhelmshaven und Strausberg wurden von der BWI in den letzten Jahren grundlegend modernisiert beziehungsweise ausgebaut. Die Serverfarmen sind miteinander verbunden und können im Verbund arbeiten und wie ein einziges logisches Rechenzentrum geführt werden. Dadurch steigen Flexibilität und Reaktions- fähigkeit nachhaltig und durch die Re- dundanz zudem die Ausfallsicherheit. Arbeitsplatzausstattung und Nutzerbetreuung Die BWI hatte von Anfang an die Aufgabe, eine umfassende Standardisierung und Konsolidierung vorzunehmen. Drei Stan- dard-APC-Typen, die einem regelmäßigen Upgrade unterliegen, haben eine Vielzahl unterschiedlicher PC-Varianten abgelöst und bieten nunmehr eine moderne Arbeitsplatzausstattung. Zusätzlich ermöglicht ein modernes zentrales Software-Management einen systematischen und weitgehend automatisierten Service wie Updates und Aktualisierungen des Betriebssystems. Das zentrale Software- und Patch-Management gewährleistet, dass die Software der HERKULES PCs stets auf dem aktuellen Stand ist und dadurch einen wichtigen Beitrag zur IT-Sicherheit leistet. Neben der guten Arbeitsplatzausstattung sorgt eine umfassende Nutzerbetreuung dafür, dass sich die Bundeswehr-Angehörigen auf ihre inhaltliche Arbeit konzentrieren können. Mit dem User Help Desk (UHD), den Betriebskompetenzzentren (BKZ) und den Servicecentern hat die BWI das IT-Service- und Störungsmanagement dreistufig aufgebaut. Den Erstkontakt übernimmt der UHD, der für die Bundeswehr-Angehörigen die zen- trale Anlaufstelle ist. Der UHD ist ganz- jährig rund um die Uhr besetzt. Die BKZ nehmen alle Veränderungen am System vor, sodass sich die Nutzer nicht mehr selbst um Updates oder Installationen kümmern müssen. Die rund 1.000 Mitarbeiter der 25 Servicecenter leisten den Vor-Ort-Service. Innerhalb von zwei Stunden erreichen sie jeden Bundeswehr Standort in Deutschland. Diese Art einer umfänglichen Nutzerbetreuung hat mittlerweile eine große Anerkennung und Zufriedenheit bei den Bundeswehr- Angehörigen hervorgerufen. Die BWI wird zum IT-Systemhaus der Bundeswehr Ziel der BWI ist es, ein standardisiertes Serviceportfolio mit hoher Innovationskraft, eine starke Kundenorientierung und einen effizienten und wettbewerbs- fähigen Servicekatalog zu verwirklichen. Bisher war bei HERKU LES der vertragliche Rahmen klar abgesteckt. Für die Zukunft gilt jedoch für die BWI, ein anderes Selbst- verständnis zu entwickeln und stärker pro- aktiver zu agieren. So soll die die Lösungs- kompetenz der BWI künftig bereits in frühen Projektphasen eingebracht und die Kunden aktiv beraten werden. Im Fazit soll eine ganzheitliche, proaktive Beratung und Betreuung des Kunden – von der Problemerkennung über die Lösung bis hin zur Implementierung und zum Betrieb stattfinden. Neu ist dabei, HHK 3/2017 Die Zentrale der BWI in Meckenheim. Die Servicecenter (SC) der BWI leisten den Vor-Ort-Service der Bundeswehr.


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