Page 32

Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

NATO-EU-VN Enhanced Forward Presence (eFP) auf dem Baltikum – Betreuungsbereich mit Kantine, Feld- post, Marketender, Sportzelten, – zusätzliche Teilbereiche, wie Sanitäts- dienst, Stromversorgung, regenerative E nergie zur autarken Stromversor- gung und für zusätzliche Verstär- kungskräfte für Großübungen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besuchte am 7. Februar gemeinsam mit der litauischen Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite und dem Oberbefehlshaber der litauischen Streitkräfte, Generalleutnant Jonas Vytautas Zukas, die Battle Group. Neben den deutschen, belgischen und niederländischen Soldaten der Battle Group nahmen auch Angehörige der litauischen Armee und Delegationen der tschechischen und amerikanischen Streitkräfte an dem Appell teil. Die eFP Battle Group käme zur richtigen Zeit an den richtigen Ort, betonte Staatspräsidentin Grybauskaite, denn es gebe eine klare, deutlich erkennbare Bedrohung in der Region. Mit dem Eintreffen der letzten Bahntransporte am 24. Februar ist der Aufwuchs des deutschen Anteils der eFP Battle Group Litauen abgeschlossen. Nach kurzer Vorbereitungsphase begannen sie mit ersten Übungen auf dem Truppenübungsplatz Kazla Ruda. Am 9. März besuchte sie dort der litauische Kommandeur der IRON WOLF-Brigade, Oberst Mindaugas Steponavicius. Für ihn war es die erste Möglichkeit, die deutschen Soldaten beim Gefechtsdienst zu erleben. Neben dem Training mit der Panzerabwehrrakete MILAN interessierte ihn besonders der Schützenpanzer MARDER. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Volker Wieker, verschaffte sich am 23. März ein persönliches Bild vom Einsatz in Litauen. In einem Lagevortrag erhielt er zunächst einen Überblick über den aktuellen Stand und sprach anschließend zu den angetre- tenen deutschen Soldaten. „Der Beginn des eFP-Auftrags war beispielhaft und ich bin mir sicher, dass dieser Auftrag auch so beendet wird“, sagte Wieker. „Ich bin stolz auf Sie, und auch Sie können sehr stolz auf Ihre Leistungen sein.“ Großes Interesse an der unter deutscher Führung stehenden Battle Group zeigte auch der Oberkommandierende der US-Streitkräfte in Europa, Generalleutnant Ben Hodges. Bei einem Besuch des Gefechtsverbandes am 1. März standen der Aufwuchs der Kräfte und die ersten Planungen der Übung IRON WOLF im Juni im Mittelpunkt. Nach Abschluss des Aufwuches der belgischen und deutschen Kräfte habe der Verband eine Stärke von rund 550 Soldaten, trug Oberstleutnant Huber, vor. Generalleutnant Hodges nahm auch eine geplante Brückenstelle an der Neris, einem knapp 20 Fahrtminuten von Rukla entfernten Fluss, in Augenschein. Hier soll im Juni im Rahmen der IRON WOLF-Übung, ein Brückenschlag er- folgen. An einem Geländesandkasten ließ er sich von Oberstleutnant Huber in die laufenden Planungen einweisen. Im Hafen von Klaipeda entluden Ende März die niederländischen Soldaten ihr Großgerät. Auf dem Schiff befanden sich insgesamt rund 60 Fahrzeuge, darunter CV 90 Schützenpanzer, Bergepanzer LEOPAR D 2, Radpanzer FENEK sowie gepanzerte Transportfahrzeuge GTK BOXER und rund 75 Container. Im Mai traf der norwegische Anteil der Battle Group in Litauen ein. Der Feind ist geworfen. Der eigene Schützenpanzer zieht nach. © Bundeswehr Auswertung am Ende der Übung. © Bundeswehr Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und die litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite be- grüßen die ersten Teile der unter deutscher Führung stehenden enhanced Forward Presence Battle Group in Rukla am 7. Februar 2017. © Bundeswehr / Weber Der Oberkomman- diere der US-Streitkräfte in Europa, Generalleutnant Ben Hodges, besucht den temporären Gefechtsstand der enhanced Forward Battle Group in Litauen und informiert sich über die ersten Planungen der Übung IRON WOLF. © Bundeswehr / Schwendel 32 HHK 3/2017


Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe
To see the actual publication please follow the link above