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Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

NATO-EU-VN Enhanced Forward Presence (eFP) auf dem Baltikum einen international sichtbaren und bedeutenden Beitrag zur Rückversicherung der östlichen Alliierten sowie zur Verteidigung.“ Am 24.Januar traf das 17-köpfige Vorauskommando des Panzergrenadierbataillons 122 aus Oberviechtach unter der Führung ihres Kommandeurs, Oberstleutnant Christoph Huber, in Litauen ein. Nach dem Eintreffen meldete er sich bei der IRON WOLF“- Brigade der litauischen Streitkräfte. Der multinationale Gefechtsverband wird dieser Brigade unterstellt. Sie besteht als mechanisierter Infanterieverband aus sechs Bataillonen und ist ähnlich einer deutschen Brigade gegliedert. Der multinational zusammengesetzte Verband wird im Kern aus einer deutschen Stabs- und Versorgungskompanie, einer deutschen und einer niederländischen Panzergrenadierkompanie, einer verstärkten norwegischen Panzergrenadierkompanie sowie einer multinationalen logistischen Komponente bestehen. Geführt wird die Battlegroup von einem ebenfalls multinational besetzten Stab. Hinzu kommen zeitlich begrenzte Verstärkungskräfte. Für Ausbildungs- und Übungsvorhaben verlegen Pioniere, Artilleristen, Flugabwehr, Aufklärer und ABC-Abwehrsoldaten zeitweise nach Litauen. Der gesamte Verband wird aus mehr als 1.000 Soldaten bestehen. Das multinationale Bataillon wird über eine Vielzahl an Großfahrzeugen verfügen. Die Bundeswehr nutzt hauptsächlich Schützenpanzer MARDER und Kampfpanzer LEOPAR D 2, die internatio- nalen Partner vor allem die Schützenpanzer CV9030 bzw. CV9035, Kampfpanzer LEOPAR D 2 und M113. Der Schwerpunkt liegt auf gemeinsamer Ausbildung, die in multinationale Übungen mündet. So wird der Verband unter anderem an den Übungsserien IRON WOLF“ und FLAMING THUNDER teilnehmen. Das Personal wird nicht dauerhaft statio- niert, sondern nach einem bestimmten Zeitraum abgelöst. Die Aufenthaltsdauer in Litauen wird für die deutschen Soldaten im Bereich von vier bis sechs Monaten liegen. Sie kommen in einer Kaserne der litauischen Streitkräfte nahe der kleinen Stadt Rukla, rund 100 Kilometer von der Hauptstadt Vilnius entfernt, unter. Da Litauen nicht in der Lage ist, die komplette Infrastruktur für den multinationalen Verband sicherzustellen, unterstützt eine Projektgruppe des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr mit infrastruktureller Fachexpertise und Projekten. An Bauvorhaben werden unter anderem in Angriff genommen: – Command Post (zwei Stabsgebäude – Führung) inklusive Antennenpark, – N utzung fester, bestehender Unter- kunfts-Infrastruktur und zusätzlich zwei Unterkunftsblöcke in Container- bauweise mit mehr als 200 Unter- kunftsplätzen, – I nstandhaltungs-, Logistik- und Muni- tionslagerbereiche, 20 Schützenpanzer MARDER und fünf LEOPARD 2 Kampfpanzer werden im Eisenbahntransport verlegt. © Foto: Bundeswehr / Eder Schützenpanzer MARDER und Kampfpanzer LEOPARD 2A6 beziehen Stellungen im Rahmen einer Übung auf dem Truppenübungsplatz Rukla. © Bundeswehr / Thiel Der temporäre Gefechtsstand der Battle Group entsteht in Rukla. © Bundeswehr Grenadiere sitzen ab und treten zum Angriff auf eine Sperre an. © Bundeswehr Eine feindliche Sperre ist erkannt. Die Truppe nebelt sich ein und weicht zunächst rückwärts aus. © Bundeswehr 30 HHK 3/2017


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