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Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

Über das George C. Marshall Center Bundeswehr Das Pro- gramm- angebot des GCMC. der Ebene Entscheidungsträgern/Leitende Funktionsträger unterschiedlichster Ressortbereiche mit wechselnden sicherheitspolitischen Akzenten zusammen nicht nur Reflektionen, sondern auch neue Ideen und Hinweise zu Problem- lösungen. Deshalb ist das GCMC nicht nur eine Bildungs-, sondern auch eine Forschungseinrichtung, deren Ergebnisse in Fachzeitschriften und Arbeitsunterlagen zur Verfügung gestellt werden. Die Anlage von Krisenübungen in den Seminaren gehört ebenfalls zu den Leistungsspektrm des GCMC. Zielerreichung Alle Programme werden nach Prinzipien moderner Erwachsenenbildung durchgeführt. Es gibt Einweisungen durch (Gast)dozenten bzw. Funktionsinhaber über best practice. Aktiv eingebunden werden die Teilnehmer durch Gruppenarbeit, Interviewmethoden, Fallstudien und Übungen mit Rollenspielen, in welchen Krisenszenarien durchgespielt werden. Besuchsreisen, sog. Field Study Trips, führen an Orte sicherheitspolitischen Interesses in Osteuropa, um in praxisnaher Umgebung problemorien- tiert Fragestellungen zu diskutieren und landeskundliche Erfahrungen zu sammeln. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf gesamtstrategischer Ebene. Teilstrategien zu Konfliktbewältigung und Stabilität in den Bereichen Sicherheit, Verteidigung, Kommunikation, Wirtschaft, Kultur und deren Verknüpfungen bzw. Wechselbeziehungen sind dabei einbezogen. Am Ende eines Programms soll der Teilnehmer sein (sicherheits)politisches Grundwissen erweitert, Prozesse gesamtstaatlicher Regierungsarbeit in Frieden und Konflikten verstehen, Kontakte zu Vertretern anderer Staaten knüpfen (bzw. am GCMC geknüpft haben) sowie in regierungsamtlichen oder ehrenamtlichen Funktionen an Damit übernimmt Deutschland sowohl mehr Verantwortung für das GCMC als auch erhält deutlich mehr Mitsprache bei der Leistungserbringung, curricularen Gestaltung und Lehrgangsteilnehmer- Festlegung. Damit ist es der Bundesrepublik Deutschland möglich, das bereits bestehende Ausbildungsangebot für hochwertige sicherheitspolitische und gesamtstaatliche Ausbildung für Multiplikatoren in befreundeten Staaten zu erhöhen. Programme Das Seminarprogramm umfasst Themenkomplexe mit inhaltlicher Ausrichtung wie – Bekämpfung von Terrorismus und transnationaler, organisierter Krimi- nalität, – S icherheitsfragen an der Südflanke E uropas, – S icherheitsfragen an der Ostflanke E uropas, – Cyber-Sicherheit – A ufbau von Integrität/Bekämpfung von Korruption – A rktis. Dabei entspricht die Reihung den aktuellen Prioritäten und nahezu identischen nationalen Vorgaben. Das Lehrgangsprogramm umfasst – R esidente, das heißt am GCMC durch- geführte Lehrgänge unterschiedlicher Dauer, – I n anderen Regionen vor Ort durchge- führte Kurzlehrgänge bzw. Tagungen, – A lumnitreffen in Heimatstaaten von ehemaligen Lehrgangsteilnehmern. Die längsten Lehrgänge können bis zu neun Monaten dauern. Sie können kombiniert mit einem Master-Studiengang an der Universität der Bundeswehr in München erfolgen. Es kann eine Sprachausbildung am GCMC vorgeschaltet wer- den oder andere Kombinationen sind auf- grund modularer Strukturen möglich. Im Rahmen Regional bezogener Programme des sogenannten PASS (Programm on Applied Security Studies) können bis zu 100 Teilnehmer an 10- Wochen Kursen in den Themenbereichen Global Security Challenges, Security Cooperation, bzw. National Security Development teilnehmen. Das SRS (Seminar on Regional Security), dauert drei Wochen mit max. 45 Teilnehmern konzentriert sich auf wechselnde Krisen- gebiete, bei denen auf Konfliktursachen, Konflikt-Treiber sowie eingefrorene Kon- flikte eingegangen wird. Das European Security Seminar – South East (ES-S/E) mit je 45 Teilnehmer und einer Woche Dauerkonzentriert sich auf Fragen der europäischen Sicherheit und Zusammen- arbeit speziell in Südosteuropa und kann durch regionale Seminare oder Alumni-Treffen erweitert werden. Zu den transnationalen Programmen gehören das dreiwöchige Seminar Countering Transnational Organized Crime (CTOC), das zweiwöchige Seminar über Cyber Securtiy (PCS) und das vierwöchige Programm über Terrorismus und Sicherheit (PTS). Das Senior Executive Seminar (SES) von fünf Tagen führt 60 bis 80 Teilnehmer Seminarteilnehmer im Dialog. HHK 3/2017 25


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