Page 113

Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

Serie: Wehrtechnische Dienststellen der Bundeswehr Diese sind fest definiert, um vergleichbare, standardisierte Ergebnisse zu erzielen, aus denen man auch wissen- schaftlich und statistisch belegbare Schlüsse zu belastenden Einflüssen auf die Fahrzeuge ziehen kann. Hinzu kommen Fahrkurse im Gelände mit unterschiedlicher Fahrbahn- und Boden- beschaffenheit. Auch eine Auflaufversuchsanlage mit Eisenbahn-Gleisbettung ist vorhanden. Hier wird getestet, ob die Ladungssicherung von Fahrzeugen und eingerüsteten Containern den Rangierstoß aushält, wenn ein Waggon auf den anderen aufläuft. In Koblenz steht auf den Außenplätzen Rübenach 1 und 2 die Bearbeitung von Pionier- und Truppentechnik mit all ihren Facetten im Mittelpunkt. Dort kann unter anderem auf einer Kippbühne die Schwerpunktlage von Fahrzeugen er- mittelt werden. In einer Pipeline-Versuchsanlage mit zwei Kilometern Rohrlänge wird jede einzelne Pumpe, die in den Einsatz geht überprüft. Da die ganze Energieversorgung der Feldlager über Treibstoff läuft, kann kein Risiko eingegangen werden. Und in Metternich, der ehemaligen Zentrale WTD 51, steht ein Wasserplatz an der Mosel mit Hafenanlagen für die Erprobung schwimmenden Gerätes zur Verfügung. Hinzu kommen drei nicht ständig besetzte Areale. Neben dem Flugplatz Trier-Föhren und dem Außenplatz auf dem Truppenübungsplatz Baumholder ist besonders das Gelände in Saarlouis- Fraulautern zu nennen. „Dort haben wir extrem aggressiven Sand“, berichtet Simon. „Wenn man dort etwas unter- sucht, so tritt die Schädigung etwa viermal so stark ein wie bei einem Auslandseinsatz!“ Der Innenbereich der WTD 41 in Trier. © WTD 41 im Einsatz mit Systemen und Komponenten der Feldlagertechnik und mobilen Sanitätseinrichtungen. Im Wesentlichen beinhaltet der Verantwortungsbereich der WTD 41 folgende Punkte: – die Erprobung/Untersuchung und Be- wertung landgebundener Fahrzeug- systeme, – die Erprobung/Untersuchung von Fahr- zeugbaugruppen, – die Erprobung / Untersuchung von P ionier- und Truppengerät, – die fachtechnische Gesamtverantwor- tung (inkl. Erprobung/Untersuchung) für Batterien, Ladetechnik und Brenn- stoffzellen aller Teilstreitkräfte und – die fachtechnische Verantwortung für die Kfz-Elektrik, Kfz-Bordnetz-simu- lation, für die Diagnose an Kfz-Bus- systemen, für elektrische Prüfungen an Baugruppen und Komponenten, für Prüfungen an Stromerzeugern und für schwingungstechnische Umwelt- prüfungen. Bei der WTD 41 sind gegenwärtig 463 Mitarbeiter beschäftigt. Neben einem technisch-betrieblichen und einem wirt- schaftlich-administrativen Servicebereich gliedert sie sich in die Geschäftsbereiche „200 Baugruppentechnik“, „300 Fahrzeugtechnik“ sowie „400 Pionier- und Truppentechnik“. Die WTD 41 verfügt heute über sieben Liegenschaften. Vier davon sind dauerhaft bemannt. „In Trier bearbeiten wir die Fahrzeugtechnik und die entsprechenden Baugruppen“, erklärt Direktor Jürgen Simon. Hier gibt es künstlich her- gestellte synthetische Erprobungsbahnen mit speziellen Oberflächenprofilen. HHK 3/2017


Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe
To see the actual publication please follow the link above