Page 108

Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

Marine Ein Statusbericht zur deutschen Schiffbauindustrie Erfolgreicher Schiffbau in Deutschland? German Naval Yards auf Erfolgskurs – der Werftverbund setzt auf Qualität, Synergien und Innovationen Jürgen K.G. Rosenthal Wird die Konkurrenz aus Fernost über kurz oder lang Deutschland vollends aus dem Markt drängen? Oder hat der hiesige Schiffbau doch noch eine Chance? Die Antwort lautet: Ja, die deutschen Werften können erfolgreich sein! Allerdings nur dann, wenn man hier zu Lande auf höchste Qualität setzt, innovativ ist und Syner- gien nutzt. Wie sich die Zukunft meistern lässt, zeigte kürzlich der schleswig- holsteinische Werftenverbund GERMAN NAVAL YARDS dem Hardthöhenkurier. NOBISKRUG Superyachthalle. © Guillaume Plisson „Wir haben hier einen der tollsten Stand- orte, um Schiffe zu bauen“, schwärmt Holger Kahl, Geschäftsführer German Naval Yards Kiel (GNYK), wenn man ihn auf der Werft in Kiel trifft. Was Kahl genau meint, wird deutlich, wenn man ihn durch die riesigen Hallen und entlang der Docks begleitet. Auf dieser großen Anlange können viele große Schiffe gleichzeitig gebaut werden. Zweifellos ein Standortvorteil. Dockmeister Renke Wagner ist sichtlich stolz auf seine Werft: „Beim Israel- Projekt werden wir zwei Korvetten nebeneinander in das kleine Dock legen – dann haben wir immer noch Platz für 4 MKS im großen Dock!“ Aus Sicht von Kahl reicht allein die Größe der Werft natürlich nicht aus, um erfolgreich zu sein. „Qualität ist ein anderer, wesentlicher Faktor.“ Und der Geschäftsführer verweist als ein Beispiel hierfür auf die Einzigartigkeit der sogenannten „Strahl- und Beschichtungs- halle“: In insgesamt drei Hallen können bei GNYK Bauteile mit einer Größe von bis zu 900 Tonnen Gewicht und mit Abmessungen von bis zu 42 mal 30 mal 15,5 Metern bearbeitet werden. Hier werden die Oberflächen der Groß- blöcke von Rost befreit und mit Farben und Oberflächenschutz für eine lange Nutzungsdauer versehen. Zwei Geschäftsführer: Holger Kahl und Susanne Wiegand. © GNYK 108 HHK 3/2017


Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe
To see the actual publication please follow the link above