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Hardthöhenkurier 3/2017 Leseprobe

Marine Multinationaler Beitrag der Marine zur maritimen Sicherheit die Lage versetzen wird, auch im opera- tiven Bereich erweiterte Führungsaufgaben 100 wahrzunehmen. DEUMARFOR ist gleichzeitig der nationale Kernstab, der verstärkt durch internationales Personal zum sogenannten Baltic Maritime Component Command (BMCC) ausgebaut wird. Auch wieder ganz im Sinne des Framework Nations Concepts werden wir das BMCC der NATO zur Führung multinationaler (Marine-) Verbände auf der oberen taktischen Ebene anbieten. Das BMCC wird natürlich bereits durch seine Lage einen besonderen regionalen Bezug zur Ostsee haben. Wir diskutieren in der durch uns initiierten Baltic Commanders Conference (BCC), einem regelmäßigen Treffen der Flottenchefs der Ostseeanrainermarinen plus Norwegen, aber ohne Russland, wie wir regionale Kompetenz aller Partner im BMCC zum gemeinsamen Nutzen bündeln können. Denn das BMCC bildet damit automatisch die Schnittstelle zwischen NATO - und EU-Partnern. Darin liegt eine Vizeadmiral Krause zum Truppenbesuch an Bord. © Bundeswehr / Sascha Jonack große Chance zur Stärkung der europäischen Verteidigungskooperation und des europäischen Pfeilers der NATO . HHK: Ende des vergangenen Jahres ging die Ära der Schnellboote zu Ende. Gibt es mit Blick auf die Landesverteidigung und insbesondere mit Blick auf das Einsatzgebiet Ostsee künftig einen Mehrbedarf an kleinen Kampfeinheiten und an Minenabwehrfahrzeugen? Krause: Es ist richtig, dass der Ostseeraum im Rahmen der Landes- und Bündnisver- teidigung einen besonderen Stellenwert für uns einnimmt. Hier tragen wir eine besondere regionale Verantwortung für unsere Sicherheit und die Sicherheit unserer Partner. Die Ostsee mit ihren See- verbindungen zu den östlichen NATO - Partnern und EU -Freunden ist für uns von strategischer Bedeutung. Sie ist eines der Randmeere rund um die europäische Halbinsel, eng und zum Teil flach, mit für die Navigation schwieriger Geografie, einhergehend mit einer großen Zahl unterschiedlicher, kritischer Infrastruk- tur bei gleichzeitig hohem Verkehrsauf- kommen. Natürlich benötigen wir zur Wahrnehmung unserer Interessen auch künftig Plattformen, die für Operatio- nen in einem solchen Randmeer opti- miert sind – nicht nur in der Ostsee. Deshalb begrüße ich, dass wir mit dem zeitnahen Zulauf von fünf weiteren Korvetten K130, die ja bekanntlich genau für diese Art von Operationen optimiert wurden, unsere Präsenz und Durch- setzungsfähigkeit in diesen Seegebieten deutlich verbessern können. Auch im Bereich der Minenabwehr tut sich einiges. Hier arbeiten wir daran, HHK 3/2017 Fregatte F222 BADEN-WÜRTTEMBERG in rauher See. © HHK / JRosenthal


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